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KlosterRuine Rosental

Zeuge einer langen Geschichte
Kloster Rosenthal
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Im Ortsteil Rosenthal der Gemeinde Kerzenheim wurde 1241 von Graf Eberhard II. von Eberstein, Besitzer der Herrschaft Stauf, das Zisterzienserinnen-Kloster St. Maria gegründet.

Die Kirche wurde im frühgotischen Stil erbaut und 1261 geweiht. Viele Töchter des Landadels traten in das Kloster ein, das sich außer Erziehungsaufgaben auch dem Landbau und seiner Verbesserung widmete. Es hatte manche Privilegien: die Nonnen durften die Vorsteherin frei wählen, waren von jedem weltlichen Gericht und jeder geistlichen Besteuerung befreit. Das Kloster wurde vom Landadel unterstützt, beschenkt und erreichte eine hohe Blüte. König Adolf von Nassau, der 1298 in der Schlacht bei Göllheim auf dem Hasenbühl fiel, ruhte 11 Jahre in der Klosterkirche, bis er im Speyerer Dom beigesetzt werden konnte.

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Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche im spätgotischen Stil ausgebaut. Dem Kloster standen 14 Äbtissinen vor, bis es beim Bauernaufstand 1525 geplündert und verwüstet, und 1572 durch Graf Philipp IV. von Nassau-Saarbrücken endgültig aufgelöst wurde. Von der einschiffigen Abteikirche blieben Seitenmauerreste mit Strebepfeilern und der westliche Giebel erhalten, der das für Rosenthal charakteristische Türmchen mit dem Steinhaubendach trägt. Grabplatten von Äbtissinnen und Stiftern stehen an den Seitenmauern der Kirche. Der Kreuzgang ist völlig verschwunden. Die Gesamtanlage des Klosters ist im Wesentlichen erhalten und wird heute zum Teil für landwirtschaftliche Zwecke genutzt.

Alle Gebäude befinden sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz. Im kleinen Museum im „Nassauer Sälchen“ steht u.a. ein Modell des einstmaligen Klosters.

Der Name Rosenthal soll aus dem Wappenschild der Grafen von Eberstein, welche eine Rose in weißem Felde führen, entlehnt worden sein.

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