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Kerzenheim

Gemeinde mit langer Geschichte
Historie der Gemeinde Kerzenheim
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Kerzenheim, was soviel bedeutet wie, Dorf des KERNZO, wurde im Zuge der fränkischen Landnahme im 6./7. Jahrhundert gegründet. Aber auch dieser Ort zeigt, wie alle anderen Gemeinden der Verbandsgemeinde Eisenberg, Zeugnisse wesentlich älterer Kulturgeschichte – keltischen und römischen Ursprungs. So wurde beispielsweise ein Viergötterstein gefunden, der die römische Göttin Diana und den Gott Bacchus darstellt – ein Indiz für den seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. im Eisenberger Becken betriebenen Weinbau. Im Jahr 1143 erscheint der Ort Kerzenheim erstmals in den Schriftquellen. Zunächst zur salischen Herrschaft Stauf gehörig, wechselten sich seit dem Ausgang des 12. Jahrhunderts mehrere Grafengeschlechter als Ortsherren ab.

Besondere Bedeutung kam hier Graf Eberhard II von Eberstein zu, denn er gründete das Kloster Rosenthal und stattete dies mit Grundbesitz, dem Zehnten und dem Patronatsrecht über die Kirche in Kerzenheim aus. Da viele Adelsangehörige dem Kloster beitraten, erreichte es innerhalb kürzester Zeit überragende Bedeutung. Das Kloster wurde 1460 und 1525 (Bauernkrieg) geplündert und zerstört, konnte jedoch nach der Auflösung am 21. November 1572 einen ansehnlichen Besitz dem Grafen Nassau-Saarbrücken übertragen. Diesen Besitz übernahm später Carl von Nassau Weilburg. Seit 1393 verfügte das Haus Nassau Weilburg über das Dorf Kerzenheim, zunächst deren Saarbrücker und nach 1574 deren Weilburger Linie.

Dem Ortsbild ist noch heute anzusehen, dass Kerzenheim einen besonderen Aufschwung im 18. Jahrhundert erlebte. Schöne Fachwerkhäuser aus dieser Zeit haben sich erhalten. Auch die Kirche wurde in dieser Zeit erneuert. Konzipiert wurde sie von Johann Georg Christian Hess, der auch die Frankfurter Paulskirche erbaute.

Im Jahre 1827 wuchs Kerzenheim, indem der Kerzweilerhof (das frühere Dorf Korbsweiler) und der Rosenthalerhof eingemeindet wurden. Von ganz besonderem touristischen Interesse sind die Überreste der Zisterzienserinnenabtei Sancta Maria in Rosenthal, die kunsthistorisch bedeutendste Stätte in der ganzen Verbandsgemeinde Eisenberg. 10 Jahre lang war Adolf von Nassau nach seinem Tod bei der Schlacht am Hasenbühl in Rosenthal begraben, bevor er exhumiert und im Dom von Speyer im Jahre 1309 beerdigt wurde.

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